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Feinstes Lesefutter! Diese 6 Foodie-Bücher solltet ihr jetzt mit aufs Sofa nehmen

Ihr wollt Bücher an denen ihr ordentlich zu knabbern habt? Die auch ein wenig über den Tellerrand hinausgehen? Könnt ihr haben! Bei unseren sechs Buchtipps ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei

 

Reiner Wein. Eingeschenkt vom Weinheiligen von Thomas Hertlein (Riva, 18,99 €)

Das steckt drin:

Worauf muss man beim Weinkauf achten? Was ist der Unterschied zwischen einem grünen Veltliner und einem Sauvignon Blanc? Welche Weine eignen sich besonders für Partys? Keine Panik, hier kommt Abhilfe! Auf 176 Seiten beantwortet der als „Jamie Oliver der Weinszene“ bekannte Thomas Hertlein schlagfertig alle offenen Fragen rund um das Thema Wein. Zum Wohl!

Kleine Kostprobe:

„Wein ist für mich eine gute Zeit zu haben. Was gibt es besseres, als an einem Abend mit Freunden und einer guten Flasche zusammenzusitzen?“

Fakt für Foodies:

Blumig, beerig, feinherb. All diese Begriffe sind uns, wenn es um Weinkunde geht, nicht fremd. Im Laufe der letzten Jahre kommt aber auch immer häufiger der Ausdruck salzig auf. Grundsätzlich spielt man damit nur auf den Mineralgehalt eines Weines an, den Salzgehalt schmeckt man nämlich in der Regel nicht raus. Zum Glück!

 

Über den Durst. Bier, Whiskey und Co in Infografiken von Ben Gibson und Patrick Mulligan aka Pop Chart Lab (books4success, 29,99 €)

Das steckt drin:

Destillation von Alkohol. Gärprozess von Hefe. Wein keltern. Alles Dinge die dich bislang eher an den Chemieunterricht erinnern, ohne wirklichen Wissensdurst bei dir auszulösen? Dieses Buch wird das ganz schnell ändern. Die Jungs von Pop Chart Lab haben ein Gesamtkunstwerk rund um das Thema alkoholische Getränke gestaltet. Unterhaltsame Schaubilder stellen Herstellungsprozesse, Erzeuger und Zutaten rund um den Globus dar. Infografiken sagen manchmal eben mehr als 1000 Worte.

Kleine Kostprobe:

Fakt für Foodies:

Wusstet ihr, dass Roberto Cavalli oder Drew Barrymore ihre Namen für exklusive Abfüllungen von Spirituosen hergeben? Vielleicht besorgst du für die nächste große Party mal Roberto Cavalli Vodka oder Barrymore Pinot Grigio. Na dann, Prost!

 

Schweine Bande! Der Fleischreport: Ein Metzgermeister über die Praktiken seiner Zunft von Franz Josef Voll (Ludwig, 16,99 €)

Das steckt drin:

Wurst ist nicht gleich Wurst. Während seiner Metzgerlehre in den 1960er Jahren wurde Franz Josef Voll in die Praktiken seiner Zunft eingeweiht. Viele dieser teils unappetitlichen und in jedem Falle erschreckenden Geheimnisse der Fleischindustrie ließen ihn umdenken. Der Gewissenskonflikt wurde zu groß. Er wechselte die Seite vom Metzgermeister zum Lebensmittelkontrolleur. Nun teilt er seine Erfahrungen mit den Verbrauchern in diesem ungeschönten Insiderbericht und deckt auf, wie wenig Fleisch wirklich in der Wurst steckt.

Kleine Kostprobe:

„Was wir produzieren und verkaufen, sind Erzeugnisse aus dem Labor, sind Imitate wie gefälschte Armani-Handtaschen oder nachgemachte Rolex-Uhren, sie haben mit Lebensmittel im Allgemeinen und Wurst im Besonderen nichts mehr zutun.“

Fakt für Foodies:

Der mengenmäßig zweitgrößte Inhaltsstoff in der Wurst ist Wasser. Auch Eis, Phosphat und Sojaprotein werden als Zusätze dazu gemischt.

 

Die Honigfabrik: Die Wunderwelt der Bienen – eine Betriebsbesichtigung von Jürgen Tautz und Diedrich Steen (Gütersloher, 19,99 €)

Das steckt drin:

Schon Albert Einstein prophezeite: „Wenn die Bienen verschwinden hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ Deswegen ist es umso wichtiger, alles über diese wunderbaren Tiere, die schon unsere Kindheit versüßt haben,(nicht nur mit Honig, die Rede ist  von Maaaja) zu lernen. Das Buch führt euch auf eine unterhaltsame und lehrreiche Reise durch den Bienenstock, bei der Fragen wie „Was hat es mit den sexuellen Ausschweifungen einer jungen Bienenkönigin auf sich“, geklärt werden. Ein spannender Einblick in die Werkstatt der fleißigen Bienchen.

Kleine Kostprobe:

„Eine kleine Welt zu kennen, in der Gegenseitigkeit funktioniert, hilft, an einer Welt, die in immer egoistischerem Streben immer mehr auseinander zu fliegen scheint, nicht zu verzweifeln. Bienen geben Hoffnung und – sie machen glücklich.“

Fakt für Foodies:

Der Honig kommt nie so ins Glas wie er aus der Wabe geschöpft wird. Durch das Entdeckeln und Schleudern gelangen kleine Wachspartikel in den Honig. Diese würden den Verbraucher gesundheitlich zwar nicht belasten, sehen aber optisch nicht gut aus. Der Honig muss also gesiebt werden. In Deutschland sind mittlerweile 197 Wildbienenarten gefährdet und 31 Arten vom Aussterben bedroht viele Imker beklagen einen Verlust an Bienenvölkern von bis zu 50 Prozent.

 

What Einstein kept under his hat – Secrets of Science in the kitchen von Robert L. Wolke (Norton, 19,32 €)

Das steckt drin:

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, ob Bananen mehr Kalorien enthalten wenn sie reif sind und süßer werden? Woher haben Hot Dogs, Schinken und Corned Beef ihr pinke Farbe? Warum gibt es Eier mit zwei Dottern? Diesen Fragen geht der ehemalige Professor und Sachbuchautor der University of Pittsburgh Robert L. White in seinem Buch What Einstein kept under his hat – Secret of Science in the Kitchen auf den Grund. Obendrauf gibt es noch leckere Rezepte zum Nachkochen. Lesebrille auf und los geht’s. Bislang ist das Buch leider nur auf Englisch erschienen, hält uns trotzdem nicht vom Schmökern ab. Mit diesen nerdigen Food Fakten könnt ihr nämlich beim nächsten Essen mit Freunden wissenstechnisch dick auftischen.

Kleine Kostprobe:

„Unser Essen zu verstehen, wo es herkommt, aus welchen Zutaten es hergestellt wird, was passiert wenn wir es kochen, die vielen gesammelten Erfahrungen und die Umstände bildet die Welt der Gastronomie…“

Fakt für Foodies:

3-5 % der Eier haben zwei Eidotter. Das lässt sich auf den Hormonhaushalt der jungen Hennen zurückführen. Bei ihnen ist das Hormonsystem noch nicht so eingespielt, weshalb häufig zwei Eizellen, die bereits in zahlreichen biologischen Prozessen in Dotterkugeln umgewandelt wurden, im Eileiter landen.

 

The language of food – a linguist reads the menu von Dan Jurafsky (Norton, 23,32 €)

Das steckt drin:

Linguistik und Essen passt nicht zusammen? Der Autor und Professor der Linguistik an der Stanford University Dan Jurafsky beweist mit diesem Buch das Gegenteil. Es bringt einem nicht nur historische und linguistische Fakten näher, auch kleinste Wörter werden zerlegt wie eine Zwiebel. Für alle, die in einer Buchstabensuppe ganze Romane entdecken wollen.

Kleine Kostprobe:

„Wenn ich in eine Bar gehe bestelle ich ja auch eine Margarita und keine Tequila Margarita, obwohl die Margarita immer aus Tequila besteht. Der Tequila wird einfach weggelassen. Also warum nennen wir speziell die Tomaten im Ketchup?“

Fakt für Foodies:

Wusstet ihr, dass Ketchup aus China stammt? Die ursprüngliche Übersetzung dafür lautet „Fischsauce“. Da bleiben wir doch lieber bei unserem Tomatenketchup…

Text: Samantha Schwabe.